Lange Nacht der Museen

Veröffentlicht am 5. Oktober 2026 um 11:01
Karin Zedlacher beim Pferdekopf mit Freunden

UMGEMODELT – SCHROTT WAR GESTERN

Eine besondere Nacht in der Turmgalerie Völkermarkt

Die Lange Nacht der Museen in Kärnten war heuer für mich etwas ganz Besonderes. In der Turmgalerie in Völkermarkt durfte ich meine Metallkunst unter dem Titel „UMGEMODELT – Schrott war gestern“ präsentieren.

Und genau darum geht es bei meiner Kunst: Dinge, die andere nicht mehr brauchen, bekommen eine neue Aufgabe. Aus altem Eisen, ausgedienten Metallteilen, Werkzeugen, Ketten, Schrauben und anderen Fundstücken entstehen neue Figuren und Skulpturen.

Aus Schrott wird Kunst. Aus Vergangenem etwas Neues.

Wenn Schrott plötzlich eine Geschichte erzählt

Ich liebe Materialien, die bereits ein Leben hinter sich haben. Rost, Gebrauchsspuren, verbogene Teile und alte Metallstücke sind für mich keine Makel – sie erzählen Geschichten.

Beim Schweißen werden diese Einzelteile zu etwas Neuem verbunden. Plötzlich entsteht aus scheinbar wertlosem Material ein Tier, ein Kopf oder eine Skulptur mit Charakter.

Genau diesen Gedanken wollte ich mit „UMGEMODELT“ zeigen: Man muss nicht immer etwas Neues kaufen, um etwas Besonderes zu schaffen. Manchmal steckt das Potenzial bereits im Alten.

Die 13 Göttinnen – aus altem Werkzeug entstanden

Ein besonderer Teil der Ausstellung waren meine 13 Göttinnen.

Für diese außergewöhnliche Serie wurden alte Werkzeuge zu weiblichen Figuren und Göttinnen umgemodelt. Doch hinter den Skulpturen steckt noch mehr als die Idee des Upcyclings: Die 13 Göttinnen haben eine eigene Mythologie entwickelt.

Jede Göttin steht für eine bestimmte Kraft und einen Lebensbereich – von Anmut, Wachstum und Heilung bis hin zu Wissen, Natur, Tieren, Verbundenheit und Selbstermächtigung.

So wird aus altem Werkzeug nicht nur eine Skulptur, sondern eine Figur mit eigener Geschichte und Bedeutung.

Wer tiefer in die Welt der 13 Göttinnen eintauchen möchte, findet die Geschichten, ihre Bedeutung und persönlichen Leitsätze auf meiner Website:

Die 13 Göttinnen – Mythologie und Geschichten

Vielleicht ist genau das der spannendste Teil meiner Arbeit: Ein Gegenstand verliert seine ursprüngliche Funktion – und bekommt dadurch die Möglichkeit, etwas völlig Neues zu werden.

Rund 80 Besucher in der Turmgalerie

Dass sich an diesem Abend rund 80 Besucherinnen und Besucher auf den Weg in die Turmgalerie gemacht haben, hat mich besonders gefreut.

Für eine lokale Veranstaltung ist das eine richtig schöne Zahl. Noch wichtiger als die Anzahl waren aber die vielen Gespräche, Fragen und Reaktionen auf die ausgestellten Arbeiten.

Denn Metallkunst ist nicht unbedingt etwas, an dem man einfach vorbeigeht. Man entdeckt Details, erkennt plötzlich alte Gegenstände wieder und fragt sich vielleicht: „Aus dem ist wirklich diese Skulptur entstanden?“

Und genau dieser Moment gefällt mir.

Danke für diesen Abend

Ein großes Dankeschön an alle, die gekommen sind, sich meine Arbeiten angesehen, mit mir gesprochen und diesen Abend zu etwas Besonderem gemacht haben.

Danke auch an alle Beteiligten, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben.

Für mich bleibt vor allem eines hängen:

Schrott war gestern. Heute darf daraus Kunst werden. 🔥

Und wer weiß – vielleicht liegt das nächste Kunstwerk ja gerade irgendwo in einer alten Werkstatt, Garage oder auf einem Schrottplatz und wartet nur darauf, umgemodelt zu werden.

Karin Zedlacher – ZETis-Metallkunst
Metallkunst · Upcycling-Kunst · Rost-Art aus Kärnten

 

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