Granatmankerl
Da steht er.
Schmal. Aufrecht.
Ein Schritt nach vorn, keiner zurück.
Ein Manker*l aus Metall und Vergangenheit.
Der Körper: ein Stück Stahl, das einmal etwas anderes war.
Gebogen nicht aus Absicht, sondern aus Wirkung.
Heute ist es Mantel.
Darüber ein Kopf.
Mit Hut.
Nicht zum Grüßen –
zum Dableiben.
Diese Figur erklärt sich nicht.
Sie rechtfertigt nichts.
Sie steht einfach da
und trägt, was sie geworden ist.
Was einmal Teil von etwas Lautem war,
ist jetzt still.
Was einmal Bewegung bedeutete,
ist heute Haltung.
Das Granatmankerl ist keine Erinnerung an Krieg.
Es ist eine Erinnerung daran,
dass Material sich wandeln kann.
Und Bedeutung auch.
Der Mantel schützt nichts mehr.
Aber er hält zusammen.
Warum man an diesem Mankerl hängenbleibt:
🔩 Körper aus Fundstück – geformt durch Zeit und Zufall
🧢 Kopf mit Hut – mehr Geste als Gesicht
🦴 Dünne Gliedmaßen – gespannt, aber ruhig
🎨 Upcycling-Skulptur mit leiser Geschichte
Granatmankerl – Haltung:
„Ich weiß nicht, was ich war.
Ich weiß, was ich bin.“
Geeignet für:
✔️ Menschen mit Sinn für leise Ironie
✔️ Räume, die mehr erzählen dürfen als erklären
✔️ Werkstätten, Ateliers, Regale mit Charakter
✔️ Alle, die Wandel nicht glattbügeln wollen
Nicht geeignet für:
🚫 Freunde eindeutiger Antworten
📖 Geschichtserklärer mit Zeigefinger
🧼 Liebhaber makelloser Oberflächen